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Dienstag, 1. april 2008

von Feldmeister

Der Hajk

 

Für viele Sippen ist der Hajk der Höhepunkt des Sommerlagers (endlich mal 2 Tage ohne Führung!), für andere Sippen gehört er mehr zum „notwendigen Übel“ eines Pfadfinderlagers (so viel Laufen – furchtbar!).

 

Aber ich will es hier einmal ganz klar und deutlich sagen:

Wie der Hajk für Deine Sippe in diesem Jahr wird, das hängt im Sippennetzwerk ganz von Dir und Deinen Mitsipplingen ab!

 

Denn:

  • ihr selbst sucht aus, welcher Ort oder welche Stadt das Ziel für eure Sippe ist

  • ihr selbst plant, wieviel ihr zu laufen habt

  • ihr selbst habt es völlig in der Hand, wie ihr die Tage eures Hajks gestaltet

  • ihr sucht euch selbst die spannendsten Punkte raus

 

Klingt das nicht für den Anfang schon mal ganz gut?

Ob es dann wirklich gut wird – das hängt ganz an euch! Diese Seite will euch ein paar Anregungen dazu geben, wie euer Hajk ein voller Erfolg wird!

 

Fragen soweit???

Dann lies doch erst einmal unser Hajk-FAQ!

 

Ratschläge für die Hajkvorbereitung

 

Auch bei der Hajkvorbereitung ist es wichtig, planvoll vorzugehen. Ein solches Vorgehen benötigt aber eine ausreichende Zeit!

Deshalb gilt: Wenn ihr einen guten Hajk „hinlegen“ wollt, dann fangt nicht erst zwei Wochen vor dem Lager mit der Planung an!

 

1. Schritt: Zielort auswählen

Das Hauptziel eures Hajks sollte ein Ort oder eine (kleinere) Stadt sein, die ihr in mindestens der Hälfte der Hajkzeit erkundet. Welche Kriterien muss ein solches Ziel erfüllen? Es muss

  • interessant sein. Das bedeutet, es muss dort Dinge geben, die sich zu erkunden lohnen. Das können historische Bauwerke sein, interessante kulturelle Ereignisse, besondere Firmen u./o. Handwerke etc.

  • in erreichbarer Nähe zum Lagerplatz liegen. Zwar kann euch die Führung vielleicht auch ein Stück fahren, aber die Betonung liegt hier auf „Stück“.

 

2. Schritt: Erkundung vorab

Die Erkundung eurer Stadt beginnt nicht erst dann, wenn ihr vor Ort seid! Sie beginnt in dem Moment, in dem ihr euer Ziel ausgewählt habt.

Viele Informationen könnt ihr euch schon aus der Ferne beschaffen und auch auswerten (das gilt v.a. z.B. für allgemeine Daten, Geschichte etc. Auch die spannenden Punkte und Personen lassen sich meist schon aus der Ferne recht gut ausmachen, besonders durch das Internet. „Googelt“ doch einfach mal euer Ziel – und ihr werdet eine Fülle von Informationen haben. Schreibt an die Touristinformation und lasst euch Material zukommen

Es ist im Übrigen nicht verboten, diese schon vorab für den Hajkbericht aufzuschreiben und sich so dann im Lager Arbeit zu sparen...

Welche Bereiche sind spannend?

  • Politik und Verwaltung

  • Kultur

    • Vereine: Gibt es hier etwas besonderes, etwas traditionelles?

    • Veranstaltungen: Vielleicht findet just an einem eurer Hajktage eine besondere Veranstaltung (Konzert, Markt, Pfarrfest...) statt – den Veranstaltungskalender sendet euch die Touristinformation sicher gerne zu!

    • Tracht: Eine spezielle Tracht hat fast jeder Ort und jede Region – besonders in Süddeutschland. Wendet euch z.B. an den Heimatverein...

    • Gewerbe: Fast jeder Ort hat irgendein traditionelles Gewerbe, das Geschichte hat. Meist lebt es noch irgendwo heute im Verborgenen fort und lohnt sich kennenzulernen

    • Religion: Verschiedene Konfessionen, eine Wallfahrt, ein Heiliger...

  • Menschen

    • Interessante Menschen leben überall – denn letztendlich ist jeder Mensch interessant, weil er von Gott als ein einmaliges Individuum geschaffen wurde. Einige Anregungen

      • Vielleicht gibt es in „eurem“ Ort eine 120 Jahre alte Oma? Den letzten Überlebenden von Auschwitz? Einen Erfinder? Einen Künstler?

      • Lebt dort nicht der Weltmeister im Kirschkern-Weitspucken?

      • Verbringt dort nicht der pensionierte Nobelpreisträger X seinen Lebensabend?

      • Macht dort nicht Bischof Y jedes Jahr Urlaub?

 

3. Kontakt aufnehmen

Das ist sicherlich der wichtigste Schritt – und sicher nicht der Einfachste. Aber er sollte gewagt werden! Wenn ihr einmal wisst, wer oder was an eurem Ziel eine Rolle spielt – dann versucht, in Kontakt zu kommen!

Mit wem denn und warum?

  • mit wichtigen und/oder interessanten Personen des Ortes: Bürgermeister, Pfarrer, Politikern. Dem Stadtarchivar oder dem Vorsitzenden vom Heimatverein. Warum nicht mal mit einem Schützenkönig, einer Wein- oder Bierkönigin, einer Blumenprinzessin, mit Miss-Kleinkleckersdorf etc.?

    • Fragt an, ob sie einen Moment Zeit für euch haben und euch ein Interview geben können

    • Wenn ihr dann einen Termin habt: Macht was draus! Überlegt euch vorher, was ihr fragen wollt und welche Dinge interessant zu erfahren sind

    • je objektiv unwichtiger die Leute sind, desto geehrter werden sie sich fühlen, wenn ihr euch für sie interessiert!

  • mit wichtigen Einrichtungen

    • Rathaus: Hier erfährt man das meiste

    • Museen: Vielleicht gibt es für euch eine Sonderführung?

    • Vereine: Sicher gibt es auch an eurem Ziel einen Verein, der sich mit etwas beschäftigt, was ihr in eurem Leben noch nicht gehört habt...

    • Firmen: Auch die freuen sich meist über Publicity. Macht einen Termin für eine Werksbesichtigung aus o.ä.!

 

Wie nehme ich denn Kontakt auf?

Die einfachste Möglichkeit ist sicherlich, eine e-mail zu schreiben. Das Problem dabei ist nur: je wichtiger jemand ist, desto mehr mails bekommt er, und desto geringer ist die Aufmerksamkeit für die einzelne mail. Eure Anfrage wird so leicht untergehen – oder von einem guten Spam-Filter von vornherein aussortiert. Das ist ja keine böse Absicht! Wenn ihr also auf eure mail keine Antwort kommt, mailt noch einmal!

Besser aber ist es von vornherein, ihr schreibt einen Brief. Gerade bei offiziellen Stellen ist das besser als 20 mails, denn jeder Brief erhält automatisch mehr Aufmerksamkeit, denn er muss mühsam geöffnet und gelesen werden. Zudem zeigt der Absender eines Briefes an, dass ihm die Sache wichtig ist (ein Brief schreibt sich nicht im 30 Sekunden wie eine mail und kostet immerhin 55 Cent.)

Auch ein Telefonanruf kann sinnvoll sein, besonders wenn ihr z.B. vorher eine mail geschrieben habt, auf die keine Antwort kam. So könnt ihr am Telefon erst einmal höflich nachfragen, ob diese mail denn nicht angekommen sei – und dann gleich nochmal mit eurem Anliegen herausrücken.

Wichtigste Regel: Lasst euch nicht gleich abwimmeln! Zeigt euch interessiert, bleibt höflich und freundlich – aber bestimmt! Bleibt am Ball!

Zweitwichtigste Regel: Selber interessant sein! Wenn euer Besuch den Menschen irgendetwas „bringt“, dann werden sie natürlich viel mehr auf euch eingehen. Manche Leute fühlen sich sicher schon geehrt, dass sich überhaupt jemand für sie interessiert. Anderen kann man versuchen, die Sache schmackhaft zu machen: Schließlich seid ihr ja irgendwie „publicity“. Für die Touristinformation seid ihr Touristen, die ihr Geld in dem Ort lassen. Für Firmenchefs ist es wichtig, dass man auch anderswo ihr Produkt kennenlernt. Vereine sind ständig auf der Suche nach Nachwuchs – oder zumindest nach Leuten, die potentiellem Nachwuchs von der Existenz ihres Vereins erzählen... Nutzt solche Tatsachen ruhig durch (dezente) Hinweise aus!

Verrückte Idee: Wollt ihr, dass sich alle nach euch die „Hände ablecken“? Dann kontaktiert doch eine Lokalzeitung eures Zielortes und gebt bekannt, dass ihr kommt. Ob das nicht ein gutes Thema für einen Bericht im Lokalteil wäre? Und wenn das klar ist, dann habt ihr alle Trümpfe: Denn jeder will gerne in der Zeitung lesen, dass er (bzw. sein Verein, seine Einrichtung, seine Firma) diese interssierte Jugendgruppe nach Kräften unterstützt hat...

 

4. Weg planen

Wenn ihr die Eckdaten auch für die Termine an eurem Ziel habt, dann ist es Zeit, auch an den Weg zu denken.

Wie lang sollte der Weg sein? Schwer zu sagen, jedenfalls so, dass er euch ein bisschen fordert, aber nicht alle eure Energien frisst! Richtwert: Irgendwo zwischen 10 und 20 Kilometer

Wie sollte der Weg aussehen? Der Weg ist ja nicht nur eine reine Notwendigkeit, damit ihr euer Ziel erreicht! Wenn der Weg sorgfältig geplant wird, dann wird auch er schon spannend und trägt zur Füllung eures Hajkheftes bei. Der Weg ist zwar nicht das Ziel – das heißt aber nicht, dass er nicht trotzdem sinnvoll genutzt werden kann.

Am besten besorgt ihr euch schon im Voraus eine gute Wanderkarte von der Region und plant euren Weg danach. (Ein Kaufpreis bis zu 8,- € wird dabei von der Führung im Lager zurückerstattet!)

 

So, jetzt solltet ihr das meiste wissen! Ich wünsche euch viel Freude bei der Vorbereitung eures Hajks!

 

Hier gibt es noch ein paar weitere Informationen

zum Hajkbericht

zur Bewertung

 

 

 

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